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Heute erleben wir hinsichtlich sozialer heilpädagogischer Arbeit immer mehr die Notwendigkeit, neue Angebote zu entwickeln und Antworten auf veränderte Bedingungen zu geben. So wurde im Zuge einer in den letzten Jahren von außen bedingten veränderten altersentsprechenden Aufnahmesituation auf die Beschulung externer Schüler hingearbeitet. Seit dem 15.07.2004 liegt uns die Genehmigung für die Beschulung externer Kinder vor. Mittlerweile beschulen wir hier 31 externe Schüler.

 

Unsere Schule bietet folgende Möglichkeiten:

 

  1. Die bei uns beschulten externen Kinder werden in einen lebendigen sozialen Organismus, der durch das Vorhandensein des Wohnheims entsteht, integriert. Dadurch, dass es sich hier um einen Kultur- und Wohnort handelt, entsteht eine wohltuende Atmosphäre, in der auch die externen Schüler sich wohl fühlen und gut entwickeln können.

  1. Die externen Kinder und deren Eltern bringen Anregung und Öffnung für die hier lebenden Kinder mit.

  1. Durch das Heim besteht die Voraussetzung einer erweiterten Betreuung über die Schulzeit hinaus. Das heißt: Zusätzlich werden individuelle Fördermaßnahmen am Nachmittag angeboten.

  2. Sollte eine Heimaufnahme sich als notwendig erweisen, wechseln die Kinder in eine ihnen bereits vertraute Einrichtung.

  1. Vollstationär aufgenommene Kinder können, wenn gesehen wird, dass sie sozial integrierbar sind, in ihre Elternhäuser zurückkehren, ohne den Schulplatz zu verlieren.

  1. Durch unsere Ortslage mitten in der Natur des Habichtswaldes, aber dennoch stadtnah, machen die Kinder vielfältige Natur- und Sinneserfahrungen und erholen sich so von den Sinnesüberflutungen der Großstadt.

  1. Die Kinder können bei adäquater Entwicklung zu Schulen für Lernbehinderte überwechseln.

  1. Schüler aus Lernhilfeschulen können an unsere Schule wechseln, wenn sie dort überfordert sind, ohne zugleich im Heim aufgenommen zu werden. Es entsteht also eine große Durchlässigkeit nach Lauterbad hin und von Lauterbad weg. Dies ermöglicht für alle Schüler genau abgestimmte individuelle Lösungen. 

  1. Wir unterrichten nach dem Lehrplan der Waldorfpädagogik

  1. Auf Grundlage der Waldorfpädagogik und des besonderen menschenkundlichen Hintergrundes sehen wir, auch in dem behinderten Kind, den gesunden Wesenskern seiner Persönlichkeit. So bringen wir ihm eine besondere Achtung seiner Würde und Individualität entgegen. 

 

Die Ausweitung unseres Angebotes für eine Externenbeschulung bedeutet planungstechnisch eine mittelfristige Orientierung auf Erweiterung unserer bestehenden Förderschule. 

 

Als unmittelbare und direkte Nachbarn der nordhessischen Polizei-Reiterstaffel erlebten wir auf eine lange und sehr gute nachbarschaftliche Beziehung. So sahen wir deren Auflösung dann sowohl mit einem weinenden als auch mit einem lachenden Auge entgegen. Weinend, weil den Kindern und den Mitarbeitern sowohl die Polizistinnen und Polizisten als Nachbarn, Freunde und Helfer, als auch die Pferde ans Herz gewachsen waren. Lachend, weil wir in der Auflösung für uns eine Möglichkeit sahen, unsere pädagogischen Pläne auf lange Sicht zu verwirklichen.

 

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